Eltern, Lehrpersonen und Schülerleistungen

Ref. 7714

  

Allgemeine Beschreibung

Periode

Datenerhebung fand im Herbst 2002 statt.

Geographischer Raum

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Zusätzliche geographische Informationen

Deutschsprachiger Teil des Kantons Bern

Kurzbeschreibung

Fragestellung: In diesem Projekt soll das Verhältnis zwischen Lehrpersonen, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern im fünften und siebten Schuljahr untersucht werden. Im Zentrum steht nicht die Unterrichtsqualität, sondern stehen die drei Paare Eltern-Kind, Lehrperson-Schüler/-in, Eltern-Lehrperson, was für Einstellungen sie zueinander haben und wie diese mit den Leistungen der einzelnen Lernenden zusammenhängen. Die Ergebnisse sollen einerseits zur Diskussion über die Lehrer-Eltern-Zusammenarbeit, andererseits zur Debatte über die Bedingungen guter Schülerleistungen beitragen. Forschungsthemen: (1) Die Wirksamkeit von Lehrpersonen wird anhand von Kompetenzen, Einstellungen und Handlungen im Unterricht am Kriterium der Schülerleistungen analysiert. Es werden ausgewählte Unterrichtskompetenzen sowie didaktische Strategien auf ihre Wirksamkeit hin geprüft. (2) Der hohe Stellenwert, den Eltern für die Vorhersage des Schulerfolgs von Kindern offenbar haben, wird genetisch, sozio-strukturell sowie pädagogisch-psychologisch erklärt, wobei der zuletzt genannte Zugang im Zentrum des Interesses steht. Spezifische Hypothesen stehen auf dem Prüfstand. (3) Die Zusammenarbeit von Lehrpersonen und Eltern wird vor allem im Hinblick auf Schüler/-innenleistungen betrachtet. Es wurden auf der Grundlage des Forschungsstandes Ziele bzw. Gütekriterien einer guten Lehrperson-Eltern Zusammenarbeit entwickelt. Diese fliessen in ein Prozessmodell ein, wie die Eltern-Lehrperson-Zusammenarbeit die Schülerleistungen beeinflussen könnten. Dabei spielen Kompetenzen und Erwartungen sowohl der Eltern wie auch der Lehrpersonen eine zentrale Rolle. Dieses Prozessmodell soll empirisch überprüft werden. Der vertretene systemtheoretische Ansatz erfordert einen mehrperspektivischen Zugang, in welchem Lehrpersonen, Eltern und Schülerinnen und Schüler gleichberechtigte Informationsquellen sind. Die Untersuchung der Ähnlichkeit bzw. Verschiedenheit der drei Perspektiven bildet einen weiteren Themenbereich dieses Projekts und zugleich eine Grundlage für das Forschungsdesign. Methode: Zur Bearbeitung der gestellten Fragen wird eine Methodentriangulation vorgeschlagen. Aus Kostengründen wird eine Querschnittstudie entwickelt, welche zu einer (angemesseneren) Längsschnittstudie ausbaubar wäre. (1) In einer Dokumentenanalyse werden Gesetzestexte und Lehrplanvorgaben verschiedener Kantone sowie Leitbilder und andere Schuldokumente zusammengestellt und ausgewertet. (2) Die Untersuchung einer repräsentativen Stichprobe von Schülerinnen und Schülern, Lehrpersonen und Eltern mit einem standardisierten Frage-bogen soll Hinweise über Zusammenhänge zwischen Lehrpersonen, Eltern bzw. der Lehrer-Eltern-Zusammenarbeit und Schülerleistungen liefern. Dabei werden auch Schülermerkmale wie Selbstkonzept, Motivation, Arbeitsstrategien und Vorwissen berücksichtigt. (3) Tiefeninterviews mit einer Gruppe von je sechs Schülern/-innen, Lehrpersonen und Elternteilen sollen mit einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet werden. Diese Ergebnisse sollen diejenigen der Fragebogestudie vertiefen, zur Generierung von Auswertungshypothesen aber auch zur Interpretation der statistischen Ergebnisse beitragen. Cette recherche vise à étudier les rapports entre les enseignant-e-s, les parents et les élèves en 5e et de 7e années scolaires. La recherche se concentrera sur les rapports qu'entretiennent ces trois catégories de personnes et leur influence sur le rendement scolaire des élèves. Premièrement, il s'agit de déterminer l'efficacité du travail des enseignant-e-s en mettant en relation leurs compétences, attitudes et comportements en classe avec les performances des élèves. Ensuite, on essaiera d'expliquer la grande influence qu'ont les parents sur la réussite scolaire de leurs enfants en recourant à la génétique, aux modèles sociologiques, et surtout à une approche psychopédagogique. Le troisième objectif consistera à mettre en évidence des rapports éventuels entre la qualité des relations enseignants-parents et le rendement scolaire des élèves. Des critères de qualité seront définis pour les rapports entre parents et enseignants. Ces critères contribueront à la définition d'un modèle décrivant la façon dont la coopération parents-enseignants pourrait influencer le rendement des élèves, et ce modèle sera vérifié de manière empirique. L'approche systémique choisie demande une stratégie d'action à perspectives multiples. Une autre question de recherche sera donc de savoir jusqu'à quel degré il y a congruence des perceptions et jugements des parents, des enseignants et des élèves. Méthodologiquement, les chercheurs optent pour une étude transversale et une triangulation des méthodes. (1) On procédera à une analyse de textes législatifs de différents cantons, de normes contenues dans les programmes scolaires et d'autres textes de ce genre. (2) Un échantillon représentatif de parents, d'élèves et d'enseignants sera soumis à une enquête par questionnaire. (3) Dans une visée qualitative, des entretiens en profondeur seront menés avec six élèves, six enseignants et six pères ou mères d'élèves. Les résultats de la recherche qualitative devront permettre de mieux comprendre ceux de l'enquête écrite, mais également de définir des hypothèses de recherche et de faciliter l'interprétation des résultats des analyses statistiques. Un autre but important de cette recherche est de fournir aux formateurs et formatrices d'enseignants bernois l'occasion d'approfondir leurs compétences en matière de recherche.

Resultate

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