In seinem nun als EDK-Dossier veröffentlichten Bericht besteht der Auftragnehmer, Urs Kiener, unter anderem auf der Tatsache, dass Berufsbildungsforschung nicht von der übrigen Bildungsforschung abgekoppelt werden kann. Er sieht die Vermutung bestätigt, dass die herrschende Vielfalt in Bereich der Forschung über Berufsbildung weniger mit überbordender Aktivität der Akteure zu tun hat als mit einem Mangel an Strukturen. Der Umfang der Forschung in diesem Sektor vermöge nicht zu befriedigen (und die wissenschaftliche Qualität auch nicht immer); die Berufsbildungsforschung werde sowohl zuwenig gefördert wie auch zuwenig koordiniert. Allerdings zeigt der Autor auch auf, dass in einem Land wie der Schweiz mit ihren verschiedenen Sprachen und Mentalitäten eine "einfache" Lösung kaum zu finden ist und wohl auch gar nicht wünschbar wäre. Der Bericht macht dennoch Angaben zu den Grundzügen eines möglichen Konzepts, verzichtet aber darauf, eine Struktur von Forschungsinstitutionen und Finanzierungen zu skizzieren. Stattdessen schlägt er vor, zunächst einen Prozess zu initiieren, in dem - unter Einbezug der betroffenen Kreise - eine solche Struktur konkretisiert wird.
In einem ersten Schritt hat es das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) übernommen, kleine Delegationen der Gruppe für Wissenschaft und Forschung, des BBT selbst, der EDK, des Nationalfonds und der Kommission für Technologie und Innovation zu einer Aussprache zusammenzurufen. Damit soll der von Urs Kiener skizzierte Prozess einen Anfang nehmen.