Die Klassenlehrperson erhielt zwei Wochen vor dem Workshop-Besuch sämtliche Unterlagen per Post zugestellt. Darin enthalten waren ein Schreiben zur Absicht des Studienvorhabens, eine Instruktion für die Durchführung des Pre-Tests und des Lesegeschwindigkeits- und Verständnistests, ein Klassensatz des Pre-Tests, des Lesegeschwindigkeits- und Verständnistests sowie die auszufüllende Einverständniserklärung für die Eltern.
Eine Woche vor dem Workshop-Besuch waren die Lehrpersonen angehalten, den Pre-Test im Klassenverbund während 30 Minuten von den Schüler:innen in Stillarbeit ausfüllen zu lassen. Die Durchführung des Lesegeschwindigkeits- und Verständnistests konnte unmittelbar danach oder in einer anderen Unterrichtslektion erfolgen. Dafür hatten die Schüler:innen 10 Minuten Zeit. Die ausgefüllten Testbögen wie auch die von den Eltern unterzeichneten Einverständniserklärungen brachten die Lehrpersonen in den Workshop mit und übergaben diese der Workshop-Leitung.
Für den Workshop-Besuch wurde ein halber Tag eingeplant. Die Klassen waren entweder von 09.00 bis 11.30 Uhr oder von 13.30 bis 16.00 Uhr vor Ort. Der Workshop selbst dauerte 90 Minuten. Damit dieser von allen Workshop-Leitenden möglichst gleich abgehalten wurde, wurden diese intensiv geschult und regelmäßig hospitiert. Der genaue Ablauf des Workshops mit Dialogsequenzen und Fragestellungen an die Schüler:innen wurde in einem Drehbuch festgehalten, an das sich alle Workshop-Leitenden zu halten hatten.
In der ersten halben Stunde erhielten die Lernenden eine Einführung in die Thematik. Im Anschluss daran hatten sie 25 Minuten Zeit, die ersten drei Schüler:innenversuche zur Optik in Dreiergruppen selbständig zu erarbeiten. Ein 10-minütiger Input von der Workshop-Leitung folgte. Daraufhin beschäftigten sich die Lernenden weitere 25 Minuten mit den drei Versuchen zur Infrarotstrahlung.
Der Workshop wurde danach für die Durchführung des Post-Tests während 30 Minuten unterbrochen. Dieser wurde im Klassenverbund in Stillarbeit unter der Aufsicht der Workshop-Leitung ausgefüllt. Lernende, die frühzeitig den Test beendet hatten, blieben still am Arbeitsplatz. Nach der Testdurchführung wurde der Workshop wieder aufgenommen. Für die Demonstrationsversuche und die Diskussionen zu den erarbeiteten Inhalten im Plenum standen 20 Minuten zur Verfügung. Danach wurde die Klasse dankend entlassen.
Den Lehrpersonen wurde 6 Wochen nach dem Workshop-Besuch der Follow-up-Test postalisch zugestellt. Zusätzlich enthalten waren eine Instruktion für die Durchführung des Follow-up-Tests, ein adressierter, vorfrankierter Rücksendeumschlag für die Abgabe der ausgefüllten Testbögen und ein Fragebogen an die Klassenlehrperson. Durch diesen Fragebogen konnten demografische und schulbezogene Daten eingeholt werden, die im Anschluss den Schüler:innen klassenweise zugeteilt werden konnten. Abgefragt wurden der Schulort, die Schulstufe und das Schulniveau der Klasse, Informationen zur Testdurchführung, physikalische Themen, in denen die Klasse bereits unterrichtet worden war, ob vor dem Workshopbesuch bereits Optikunterricht stattgefunden hatte und ob es eine Nachbesprechung des Workshopbesuchs gegeben hatte.