86 Prozent der Schweizer Bevölkerung im Alter ab 15 Jahren engagieren sich im Laufe eines Jahres in irgendeiner Form freiwillig. 66 Prozent leisten Freiwilligenarbeit. 41 Prozent der Bevölkerung tun dies formell in Vereinen und Organisationen. 51 Prozent leisten informelle Freiwilligenarbeit, indem sie Betreuungs- und Pflegeaufgaben sowie verschiedene Helferdienste übernehmen. 53 Prozent spenden Geld für einen gemeinnützigen Zweck.
Die Verwerfungen bei der Freiwilligenarbeit durch die Covid-19-Pandemie haben sich bis 2024 wieder geglättet. Verglichen mit der Zeit vor der Pandemie ist die formelle Freiwilligenarbeit leicht, die informelle Freiwilligenarbeit etwas stärker zurückgegangen. Je nach Bereich und je nach Aufgabenstellung stellt sich die Entwicklung unterschiedlich dar.
Im internationalen Vergleich zeichnet sich die Schweiz durch ein hohes Mass an freiwilligem Engagement aus.
Verschiedene Faktoren – wie Geschlecht, Alter, Bildung, Einkommen, Staatszugehörigkeit, Sprachregion oder Verbundenheit mit dem Wohnort – beeinflussen das freiwillige Engagement. Frauen leisten mehr informelle Care-Arbeit, Männer engagieren sich vermehrt formell und übernehmen häufiger ein Ehrenamt. Die Geschlechterunterschiede haben sich in den letzten Jahren aber reduziert und sind auch stark von der Arbeits- und Lebenssituation abhängig. Ein besonders hohes Mass an freiwilligem Engagement zeigen pensionierte Personen im Alter von 65 bis 74 Jahren. Personengruppen mit einem tieferen Engagement – wie etwa Personen mit ausländischer Nationalität oder jüngere Personen – zeigen ein besonders hohes Interesse an einem zukünftigen Engagement.
Ein freiwilliges Engagement stellt für die weitaus meisten Freiwilligen einen Gewinn dar. Die Freude an der Tätigkeit überwiegt, der Spass steht klar vor der Pflicht. Wer sich freiwillig engagiert, hat mehr soziale Kontakte, kann etwas bewegen und bewirken, erhält Wertschätzung, ist stärker sozial verankert und hat mehr Vertrauen in die Mitmenschen und Institutionen.