Wissenschaftsbarometer Schweiz (2016-2025)

Ref. 12634

  

Methoden

Erhebungsmodus

Das WissensCHaftsbarometer Schweiz ist eine regelmässige, alle drei Jahre stattfindende, national repräsentative Befragung der Schweizer Wohnbevölkerung, die erstmals 2016 durchgeführt wurde. Seit 2025 werden mehr als 1’500 Personen ab 16 Jahren in den deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Landesregionen mithilfe des Stichprobenrahmens für Personen- und Haushaltserhebungen (SRPH) des Schweizerischen Bundesamts für Statistik BFS rekrutiert und mit Online- und Printfragebögen befragt. Für die ersten drei Befragungswellen (2016, 2019, 2022) wurden jeweils circa 1’000 Personen ab 15 Jahren in 20-minütigen Telefoninterviews interviewt. Dieser Wechsel der Erhebungsmethode ist bei Zeitreihenvergleichen zu berücksichtigen. Die Gesamtstichprobe wird nach Geschlecht, Alter, Sprachregion, Kanton, Siedlungsart, und Bildung gewichtet. Die Gewichtung stellt sicher, dass die Stichprobe in den gewichteten Merkmalen der Struktur der Grundgesamtheit entspricht. Damit sind die Untersuchungsergebnisse repräsentativ und können im Rahmen der statistischen Fehlertoleranzen auf die Grundgesamtheit verallgemeinert werden. Erfasst werden das wissenschaftliche Wissen der Schweizerinnen und Schweizer sowie ihre Einstellungen zu Wissenschaftsthemen. Zweitens wird die Nutzung unterschiedlicher Informationsquellen durch die Befragten erfragt: In welchem Masse sie Wissenschaftsthemen in Zeitungen, Radio und Fernsehen konsumieren, wie oft ihnen diese Themen im Internet und in Social Media begegnen, inwieweit sie nichtmediale Informationsquellen wie Museen oder Zoos besuchen und ob sie mit Familie und Freunden darüber sprechen. Auf dieser Basis können die Zusammenhänge zwischen dem Informationsverhalten der Schweizerinnen und Schweizer und ihren Einstellungen zu Wissenschaft und Forschung untersucht werden. Mittels Zeitreihenanalysen und Vergleichen mit Befragungsdaten aus anderen Ländern lassen sich zudem Aussagen über den Wandel der Wissenschaftskommunikation und ihres Publikums treffen. Somit liefert das Projekt aktuelle und aussagekräftige Querschnitts- und Trenddaten und identifiziert Potenziale und Herausforderungen der Wissenschaftskommunikation.

Erhebungsverfahren

Erhebungseinheiten, Grundgesamtheit

Sprachassimilierte Wohnbevölkerung der Schweiz (Deutschschweiz, Westschweiz, italienischsprachige Schweiz) ab 16 Jahren (2016-2022: ab 15 Jahren).

Auswahlverfahren

2025: Das Bundesamt für Statistik hat aus dem Stichprobenrahmen für Personen- und Haushaltserhebungen (SRPH) eine nach Alter, Geschlecht, und Sprachregion geschichtete Zufallsstichprobe gezogen mit 7370 Adressen, die für die Umfrage angeschrieben wurden. Die Antwortquote betrug 21 %. Die Stichprobe wurde brieflich zu einer Teilnahme für ein WAPI (Web Assisted Personal Interviewing) eingeladen. Bei Nicht-Teilnahme wurden die Angeschriebenen an die Umfrage erinnert mit der Möglichkeit, die Umfrage mittels Printfragebögen (PAPI, Paper And Pencil Interviewing) auszufüllen. Das Meinungsforschungsinstitut gfs.bern hat die Befragung im Zeitraum vom 13.06. bis zum 10.07.2025 durchgeführt. 2016–2022: Zweistufige Stichprobe (Random-Quota): Zufallsstichprobe von Privathaushaltungen aus den Befragungsgebieten (Deutschschweiz, Westschweiz, italienische Schweiz); anschliessend kombinierte Quote nach Geschlecht und Alter (Altersgruppen: 15–34, 35–54, 55 + Jahre).

Weitere wichtige Bemerkungen

2025 wurden 1548 Personen befragt – 990 in der Deutschschweiz, 317 in der Westschweiz und 241 in der italienischsprachigen Schweiz. Zu den Themenbereichen Kritik und Angriffe auf Forschende sowie Künstliche Intelligenz wurde nur je eine Hälfte der Befragten eingeladen (Split Ballot).