Begleitevaluation der heroingestützten Behandlung HeGeBe in der Schweiz

Ref. 4152

  

Methoden

Erhebungsmodus

Der Versuchsplan für eine ärztliche Verschreibung von Betäubungsmitteln PROVE basierte auf folgenden Rahmenbedingungen: Verschreibbare Substanzen sind Heroin (zur oralen, rauchbaren und intravenösen Anwendung), Morphin (zur oralen und intravenösen Anwendung) und Methadon (zur oralen und intravenösen Anwendung). Die Teilnehmenden sind zwischen dem 1. Januar 1994 und dem 30. Juni 1996 in 17 Behandlungsstellen aufgenommen worden. Die ursprüngliche Teilnehmerzahl von 750 wurde auf maximal 1000 erhöht (von diesen dürfen maximal 800 Heroin erhalten). Um aufgenommen werden zu können, mussten die Teilnehmenden mindestens 20 Jahre alt sein, seit mindestens zwei Jahren heroinabhängig sein, zwei gescheiterte Behandlungsversuche nachweisen sowie deutliche gesundheitliche und/oder soziale Defizite zeigen. Alle Teilnehmenden verpflichten sich zur Mitarbeit im therapeutischen und wissenschaftlichen Programm und unterzeichnen entsprechende Einverständniserklärungen. Sie müssen, wenn vorhanden, für die Dauer der Teilnahme ihren Führerschein deponieren. Mit Abschluss der ersten Studienphase waren nach dem 30. Juni 1996 Neuaufnahmen in die heroingestützte Behandlung nicht mehr möglich. Durch die Änderung der bundesrätlichen Verordnung über die Förderung der wissenschaftlichen Begleitforschung zur Drogenprävention und Verbesserung der Lebensbedingungen Drogenabhängiger vom 15. Dezember 1997 sind in der Schweiz ab April 1998 Neuaufnahmen in die heroingestützte Behandlung wieder möglich. Die bisher geltenden Indikationskriterien bleiben mit Ausnahme des von 20 auf 18 Jahren heruntergesetzte Mindestalters bestehen. Durch dieses Vorgehen wird gewährleistet, dass die heroingestützte Behandlung als eine zusätzliche, für langjährige Heroinabhängige geeignete Behandlung ergänzend in die bisher bestehenden Therapieangebote eingefügt werden kann. Die Datenerhebung erfolgt als Vollerhebung mit einer Vielzahl von standardisierten Instrumenten, die mit unterschiedlichen Periodizitäten (von täglich bis halbjährlich oder nach Bedarf, z.B. bei Austritt) eingesetzt werden. Für alle Erhebungen stehen standardisierte Formulare zur Verfügung. Das Personal der Versuche wurde vor Beginn der Projekte jeweils mit einer Einführungsveranstaltung mit den Zielen der Forschung und der Handhabung der Erhebungsinstrumente vertraut gemacht. Die externen Interviewerinnen und Interviewer werden dreimonatlich weitergeschult und supervidiert. Alle statistischen Analysen werden mit dem Statistikpaket SPSS für Macintosh gerechnet. Die gewählten Verfahren richten sich nach dem Skalenniveau der Daten. Neben Häufigkeitsausfällungen gelangen bi- und multivariate Kreuztabellen zur Anwendung. Für komplexere Fragestellungen sind verschiedene Regressionsverfahren für kategoriale Daten vorgesehen. Bei der Auswahl der statistischen Verfahren und bei ihrer Interpretation wird jeweils darauf geachtet, den qualitativen Charakter der kategorialen Daten voll auszuschöpfen.

Erhebungsverfahren

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