Die hier vorliegende Evaluation befasst sich mit der Qualität und der Nutzung der externen Schulevaluationen auf der Sekundarstufe II im Kanton Zürich. Seit dem Schuljahr 2005/06 evaluiert das Institut für Externe Schulevaluation auf der Sekundarstufe II (IFES) im Auftrag der Bildungsdirektion des Kantons Zürich die kantonalen Mittelschulen und Berufsfachschulen im Rhythmus von sechs Jahren.
Die Autoren dieses Berichts haben zwischen März 2014 und August 2015 mittels diverser Instrumente, unter anderem mit der Erstellung eines Wirkungsmodells, mit Experteninterviews, mit Inhaltsanalysen, mit Fallstudien und mit standardisierten Befragungen die Qualität und die Nutzung der vom IFES durchgeführten Schulevaluationen untersucht. Die Analysen lassen unter anderem erkennen, dass aufgrund einer unklaren Funktionszuweisung die externen Schulevaluationen ihr Nutzungspotenzial nicht ausschöpfen. Die Prozesse und die Berichterstattung der externen Schulevaluation werden von den Beteiligten und Betroffenen positiv beurteilt. Die Evaluationsberichte berücksichtigen die relevanten Qualitätskriterien weitgehend.
Hinsichtlich der Nutzung besteht bei verschiedenen Akteuren im Feld und bei den Autoren der Eindruck, dass aus den Ergebnissen der IFES-Schulevaluationen zu wenig gemacht wird. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Aufwandseite, wobei weniger der Umfang des Aufwands im Fokus steht als vielmehr die Art, wie die eingesetzten Ressourcen verwendet werden. Im Bericht werden aus den Befunden diverse Empfehlungen abgeleitet. Die Autoren schlussfolgern, dass primär die Wirksamkeit der externen Schulevaluation verbessert werden sollte, in dem ihre Zielsetzung und Funktionalität geklärt und die Zuständigkeiten bei der Durchführung und Nutzung explizit definiert werden.