Partnerschaft und Stress: Entwicklung im Zeitverlauf (PASEZ)

Ref. 20935

  

General description

Period

2011-2022

Geographical Area

Additional Geographical Information​

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Abstract

Dieses Projekt untersucht die Auswirkungen von Stress auf romantische Beziehungen und deren Entwicklung im Zeitverlauf in einer prospektiven Längsschnittstudie mit drei Alterskohorten (Partnerschaft und Stress: Entwicklung im Zeitverlauf; PASEZ). Darüber hinaus wurde der Einfluss von engen Beziehungen auf das Wohlbefinden von Kindern untersucht. Das Projekt baut auf bestehenden Bemühungen auf, zu verstehen, wie sich Paare und Familien im Laufe der Zeit verändern, indem es die Rolle von (a) verschiedenen Facetten von Stress (extradyadischer versus intradyadischer Stress, Makro- versus Mikrostress, akuter versus chronischer Stress), (b) Bewältigung (individuelle und dyadische Bewältigung) sowie (c) motivationalen Prozessen (implizite und explizite Motive, Ziele, Engagement, etc.) betont. Die Daten der zehn jährlichen Wellen dieses laufenden Längsschnittforschungsprojekts können für kooperative Forschungszwecke genutzt werden. Insgesamt 368 deutschsprachige, heterosexuelle Paare wurden über einen Zeitraum von zehn Jahren anhand von Selbstauskünften und Beobachtungsdaten in drei Alterskohorten (jung, mittleres Alter und älter) beobachtet. Die Paare mussten mindestens ein Jahr lang in einer Beziehung zueinander sein. Bei Welle 1 bestand die erste Kohorte aus 122 Paaren im Alter von 20 bis 35 Jahren, die zweite Kohorte aus 125 Paaren im Alter von 40 bis 55 Jahren und die dritte Kohorte aus 121 Paaren im Alter von 65 bis 80 Jahren. Die Teilnehmenden wurden über unterschiedliche Rekrutierungswege gewonnen, darunter Zeitungsartikel, Beiträge in Online-Foren sowie Aushänge an Universitäten, in Arztpraxen und in Fitnessstudios. In den Wellen T1 bis T5 und T10 wurden die Paare an das Psychologische Institut der Universität Zürich eingeladen, wo sie Fragebögen ausfüllten und während zweier dyadischer Interaktionsaufgaben und einer Konfliktdiskussion videografiert wurden. In der dyadischen Interaktion wurden die Paare in einem standardisierten Setting von acht Minuten Dauer für jede/n Partner/in in der Rolle des/der Sprecher/in videografiert. Der/die Sprecher/in wurde angewiesen, seinem/ihrer Partner/in (Zuhörer/in) von einem relevanten Stressereignis zu erzählen, das sich kürzlich außerhalb der Beziehung ereignet hatte. Nach acht Minuten wurden die Rollen des/der Sprecher/in und des/der Zuhörer/in getauscht. Dieses Paradigma ermöglicht die Untersuchung der Stresskommunikation von Partner/in A und dem dyadischen Coping von Partner/in B und umgekehrt auf ökonomische, zuverlässige und valide Weise. Darüber hinaus gab es eine standardisierte Konfliktdiskussion. Das Paar wurde aufgefordert, ein relevantes Thema zu besprechen, das häufig zu Konflikten in der Beziehung führt. Zusätzlich zu den Beobachtungen im Labor füllten die Paare zu Hause Fragebögen aus. Die Wellen T6 bis T9 umfassten ausschließlich Online-Fragebögen. In Welle T10 führten wir zusätzlich halbstrukturierte Interviews zur Paarbeziehung, zum dyadischen Coping und zur Dankbarkeit durch. Darüber hinaus wurde eine Videobetrachtung durchgeführt, bei der die Proband/inn/en ihr Unterstützungsgespräch noch einmal anschauten und das dyadische Bewältigungsverhalten des/der Partner/in kommentierten.

Results

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