Jugendliche der 9. Klasse aus Schulformen der Sekundarstufe I mit Grundanforderungen, sonderpädagogischen Förderklassen und Sonderschulen haben grössere Schwierigkeiten als andere Jugendliche, einen qualifizierenden Ausbildungsplatz zu finden. Ein erfolgreicher Einstieg in die Berufswelt ist jedoch zentral für die berufliche Laufbahn von Jugendlichen. Im Zentrum des Forschungsprojekts steht deshalb die Erforschung von individuellen und kontextuellen Erfolgsfaktoren, welche die Chancen im Lehrstellenmarkt beeinflussen. Dabei wird untersucht, wie sehr Leistungen und Verhalten der Jugendlichen mit der familiären Unterstützung zusammenhängen, wie sehr Leistungen und Verhalten der Jugendlichen die Chancen auf eine qualifizierende berufliche Grundbildung (EBA oder EFZ) erklären, wie sehr die Schulform die Chance auf einen Arbeitsplatz in einer qualifizierenden beruflichen Grundbildung (EBA oder EFZ) erklärt, wie sehr sich die Begleitung von Lehrpersonen beim Übergang in die berufliche Grundbildung nach Schulform unterscheidet und welchen Einfluss diese Lehrpersonenunterstützung auf die Chance auf eine Lehrstelle hat. Es wird auch untersucht, welchen Einfluss die Schulform, der sonderpädagogische Förderbedarf und sozio-emotionale Faktoren auf die Lehrpersonenerwartungen in Schulsprache und Mathematik haben, welche individuellen und kontextuellen Faktoren einen Einfluss auf die Wahl von Berufen mit Lehrstellenüberangebot und auf die Passung Person-Beruf haben, welche Erfolgsfaktoren Berufsbildner*innen einer EBA oder einer Pra (Insos) identifizieren, damit Jugendliche aus den genannten Schulformen eine Ausbildung abschliessen können. Für diese Stichprobe werden diese Fragestellungen in der Schweiz erstmals untersucht.